U.I.M. Formula ONE


U.I.M. Formula ONE

U.I.M. FORMULA ONE

Logo F1H2O U.I.M FORMULA ONEDer Name Formel 1 wurde 1981 von der U.I.M. (Union Internationale Motonautique) anerkannt. Es gab zwei auf dem Papier unterschiedliche Klassen. Da waren die OZ Boote mit einem Hubraum von 3,6 l bis 4,5 l und die ON Boote mit einem Hubraum bis 2 l. Beide Klassen fuhren Katamarane mit Außenbordern. Die 2l Klasse fuhr um den Formula Grand Prix und die größeren OZ Boote fuhren um den F1 Titel. Von 1981 bis 1989 wurden die Rennen parallel veranstaltet. Mittlerweile wird nur noch der Formel 1 Titel vergeben. Seit dem Jahre 2000 kommen die Mercury EFI 2,5l V6, 2-Takt Motoren mit ca. 400 PS zum Einsatz.

Da das Reglement Veränderungen an den Maschinen erlaubt, tunen die Teams ihre Außenborder ganz speziell, sodass auch hier sichtbar wird, welches Team mehr PS mobilisieren kann.

Die Boote schaffen aufgrund ihres erstklassigen Leistungsgewichtes von ca. 1kg/PS die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in der Zeit von unter 3 Sekunden. Im Vergleich dazu benötigt ein Formel 1 Renner an Land knapp 3 Sekunden um die 100 zu erreichen. Die Katamarane erreichen Geschwindigkeiten von über 200 km/h auf den Geraden und 160 - 180 km/h in den engsten Kurven. Dabei sind die Fahrer Fliehkräften von mehr als 4g ausgesetzt. Da das Wasser bei diesen Geschwindigkeiten die Eigenschaft von Beton annimmt, müssen die F1 Boote mit Sicherheitscockpits ausgestattet sein. Im Cockpit ist ein Airbagsystem eingebaut, das nicht nur den sitzenden Fahrer schützt sondern auch das Boot im Falle eines Unfalls über Wasser hält. Der Airbag bläst sich auf und das Heck des Bootes wird gleichzeitig mit Wasser gefüllt. Das Boot erhält dadurch eine stabile Lage mit dem Cockpit aus dem Wasser.

Die Rennen finden in der Regel auf Seen, Flüssen oder in geschützten Buchten statt und dauern ca. eine Stunde. Der Zeitplan ist ähnlich wie der der Formel 1 auf der Straße. Der Samstag beginnt mit einem freien Training, dann geht es weiter mit zwei Zeittrainings. Die schnellsten 6 Fahrer fahren einzelnd im so genannten "Shoot Out" um die Pole-Position. Am Sonntag geht es dann beim Rennen um Weltmeisterschaft-Punkte. Dann wird für das Rennen aus einer Startaufstellung gestartet und um einen mit Bojen fest vorgegebenen Kurs gefahren. Der Start erfolgt durch einen Ampelstart.

Die so genannten Inshore Rennen (bzw. Circuit-Rennen) sind im Gegensatz zu den Offshore Rennen ein sehr zuschauerfreundlicher Sport. Man kann meistens die komplette Strecke gut sehen und somit den gesamten Rennverlauf gut beobachten. Die Rennen zur WM finden rund um den Globus in verschiedenen Ländern statt. Beherrscht wird die U.I.M. Formula 1 von dem Amerikaner Scott Gillman und dem Italiener Guido Cappellini, der bereits schon 9 Mal die Weltmeisterschaftskrone nach Italien geholt hat.

Die Katamarane werden aus Karbonfieber und Kevlar hergestellt. Zur Zeit werden überwiegend Boote der Hersteller BaBa und DAC eingesetzt. Die Boote haben ein Mindestgewicht von 390 kg, sind ca. 5 m lang und 2 m breit.

Die Teams treiben für die Formel 1 Rennen eine hohen Aufwand. Genau wie bei der Formel 1 auf der Straße fahren pro Team immer 2 Boote die Rennen mit. Dazu gehören komplette Werkstattwagen und eine Crew von Mechanikern.